Hübsche Verkäuferinnen bieten hier selbstgeschneiderte Nachthemden an und finden nun auch die Zeit für einen kleinen Flirt, doch ich habe keine Verwendung für ihre Sachen. Auch der wieselflink vor sich hin Kopfbedeckungen häkelnde Reggae-Gaukler zieht mich für einen Moment in seinen Bann. Erste Anzeichen von Schlappheit zeichnen sich bei mir dann weit nach Mitternacht ab, und beim Verlassen des Marktes fotografiere ich noch schnell ein paar traumselige Händler, die hier an ihren Ständen oder den angebotenen Sitzmöbeln eingeschlummert sind. Der Markt währt noch bis in die sonntäglichen Abendstunden und neue, weitere Besucherscharen werden sich am Morgen einfinden. Ich halte diesen Markt uneingeschränkt für die allerbeste Schnäppchenmeile in ganz Thailand, aber ein Besuch am Sonntag lohnt sich nicht so sehr, denn die wirklichen Okkasionen haben dann schon lange neue Besitzer gefunden. Das Preisgefüge hier liegt weit unter dem Chatuchakniveau. Das liegt in erster Linie wohl an den nicht vorhandenen Mengen von Touristen mit zu prall gefüllten Geldbörsen. Tipps zur An- und Abreise: Die Buslinien Nummer 7 und 204 dienen den Markt direkt an (Haltestelle: Lung Phayabaan Klang). Bequemer geht es auf der letzten Etappe vom Hua Lamphong (Kopfbahnhof, U-Bahn-Endpunkt) per Tuk-Tuk oder Taxi.
Als Fahrtziel unbedingt das „Lung Phayabaan Klang” genannte Krankenhaus angeben, keinesfalls den Markt. Das Hospital steht genau an einer Ecke des Marktgeländes. Von hier aus können Sie nach rechts oder links herum direkt ins Gewühl abtauchen. Die unmittelbar an das Spital grenzenden Gehwege werden erst nach 22:00 Uhr für Marktbeschicker mit Verkaufsdecken freigegeben. Die Peripherie Straßen bilden einen Ring und sind auch an fast jeder Stelle geeigneter Abgreifpunkt für Taxen zwecks Heimweg. Das 3-geschossige Klong Thom Center mit besagtem KFC liegt fast genau in der Mitte der Aussenrunde. Hier allein sind mehrere hundert Elektronik-Dealer untergebracht. Nur in seltenen Fällen führen von der Peripherie die Strassen und Gassen ins Innere auch direkt wieder zum gegenüberliegenden Ende des Marktes.
Ein TukTuk vom Bahnhof darf nicht mehr als 50 Baht kosten, die Rückfahrt in der Nacht wird geringfügig teurer, sollte aber keinesfalls 70 Baht überschreiten.. Hierher kommt man mit dem TukTuk, dem Bus oder dem Taxi. Genau so, wie es die Einheimischen ja auch tun. Bitte beachten! Sie können hier Gegenstände erwerben, deren Herkunft oft fraglich ist. Es werden auch Artikel angeboten, deren Export verboten ist – z.B. Buddhafiguren, Staatseigentum (Strassenschilder, Eisenbahnlaternen u.v.m.). Händler bieten auch Waren an, deren Import in Europa strikt untersagt ist (u.a.Elfenbein, Reptilienleder, Waffen). Auf dem gesamten Marktgelände gibt es keine Ruheplätze oder Sitzmöglichkeiten, Toiletten fehlen ebenfalls gänzlich!
Ende Flohmarkt der Diebe
Tags: Bangkok, Flohmarkt der Diebe, thailand
RSS




